Am 23. und 24. September 2019 fand an der Universität Duisburg-Essen eine Bildungstagung mit dem Schwerpunktthema Schülerrückmeldung statt. Edkimo berichtete in einem Vortrag gemeinsam mit unserem Kooperationspartner QUA-LiS NRW die Ergebnisse einer Nutzerstudie sowie von den Erfahrungen bei der Implementation von digitalem Schülerfeedback im Unterricht.

Auf der Tagung in Essen trafen sich Expertinnen und Experten aus Deutschland und der Schweiz die mit unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen zum Thema Schülerrückmeldungen forschen und arbeiten. Wissenschaftliche Erkenntnisse und praktische Konzepte zur digitalen Bildung, Unterrichtsentwicklung und Lehrpersonenausbildung wurden vorgestellt.
Gemeinsam mit unserem Kooperationspartner QUA-LiS NRW widmete wir den Vortrag den Gelingensbedingungen von Unterrichtsentwicklung durch digitales Schülerfeedback. Der Fokus lag auf der Entwicklung und Nutzung von Schülerbefragungen für die Berufspraxis von Lehrkräften und den Herausforderungen beim Transfer.
Der Vortrag bezog sich konkret auf die Ergebnisse unserer im Juni 2019 durchgeführten Nutzerstudie. Dabei baten wir alle Edkimo-Nutzer/innen um eine anonyme Rückmeldung zur Nutzung der Feedback-App in Ihrer Rolle als Lehrpersonen und Schulleitungen. Die Rückmeldungen von über 500 Personen ermöglichen einen genaueren Blick auf die Verwendung einer digitalen Feedback-App im Rahmen der Schul- und Unterrichtsentwicklung. Unsere Nutzerstudie erhebt keinen Anspruch auf Repräsentativität, liefert aber erste praktische Einblicke in das Nutzungsverhalten und dessen Einfluss auf die Unterrichtsqualität.

Edkimo-Nutzerstudie: Stichprobe (N=544)

Grundlage der Nutzerstudie bilden 544 Rückmeldungen von 11.259 angeschriebenen Personen, darunter 318 Lehrpersonen und 134 Schulleitungsmitglieder. Der Rücklauf liegt mit knapp fünf Prozent im Rahmen der üblichen Teilnahmequoten bei Online-Befragungen.
Die meisten Rückmeldungen kamen aus Nordrhein-Westfalen (N=427), aber auch alle anderen Bundesländer waren vertreten, sowie 12 Rückmeldungen aus dem Ausland.
Bei der Frage nach der beruflichen Funktion gaben 63% der Teilnehmenden an, Lehrkraft an einer Schule zu sein und 25% als Mitglied der Schulleitung zu arbeiten. Mehrfachnennungen waren möglich.
Prozentual verteilen sich die Rückmeldungen wie folgt auf die Schulformen: die meisten Teilnehmenden (29%) sind an einem Gymnasium tätig, gefolgt von den berufsbildenden Schulen mit 23%, den Grundschulen mit 15% und Gesamtschulen 14%. Die anderen Schulformen waren im einstelligen Prozentbereich vertreten.


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Edkimo-Nutzung: Art, Häufigkeit, Zielgruppe

Um das Nutzungsverhalten besser einschätzen zu können, wurden die beiden Teilstichproben “Lehrkräfte” und “Schulleitung” getrennt ausgewertet. Bei beider Teilnehmergruppen zeigte sich, dass Edkimo am häufigsten verwendet wird, um eigene Fragebogen-Vorlagen zu erstellen, häufig kommen aber auch standardisierte Vorlagen zum Einsatz bzw. werden modifiziert. Rund 6,3% der Lehrkräfte und 3% der Schulleitungsmitglieder gaben an, selbst erstellte Fragebogen-Vorlagen mit anderen Nutzer*Innen auszutauschen.
Rund zwei Drittel der Teilnehmenden gaben an, Edkimo bereits einige Male im Schul- und Unterrichtskontext verwendet zu haben. Eine von fünf Lehrpersonen sowie 1 von 10 Schulleitungsmitgliedern nutzen Edkimo sogar regelmäßig.
In der Stichprobe gaben über die Hälfte der Teilnehmenden (54,3%) an, Schülerfeedback mit Edkimo in der Sekundarstufe II einzusetzen. Rund ein Drittel nutzt Edkimo in der Sekundarstufe I und 7,4% in der Grundstufe.


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Transfer von Schülerfeedback

Das größte Transferpotential weisen die Bereiche Struktur, Schülerorientierung und Methoden auf. Rund ein Viertel der Befragten gab an, auf Grundlage des Schülerfeedbacks, Veränderungen an der Struktur Ihres Unterrichts vorgenommen zu haben, ein Fünftel der Befragten verstärkten durch das Feedback der Lernenenden die Schülerorientierung in Ihrem Unterricht. Mehr als 10 Prozent veränderten Unterrichtsmethoden und -inhalte. Erwartungsgemäß zeigten sich in den offenen Rückmeldungen auch kritischen Anmerkungen, insbesondere was die technische Infrastruktur in den Schulen betrifft.


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Eigene Vorlagen: Zielgruppe, Themen und Anlässe

Schließlich zeigte die Nutzerstudie die Bereiche, Themen und Anlässe auf, für die Lehrkräfte und Schulleitungen eigene Fragebogenvorlagen selbst entwickelt und eingesetzt haben. Aufgrund der Zielgruppenanalyse zeigt sich, dass Edkimo über das reine Schülerfeedback hinaus für viele verschiedene Kommunikations- und Entwicklungsprozesse innerhalb der Schule eingesetzt wird.
Die Vielfalt der Feedback-Anlässe wurde in offenen Rückmeldungen abgefragt, anschließend geclustert und die Kategorien als Wortwolke visualisiert, d.h. je größer ein Wort dargestellt ist, desto häufiger kam es vor.


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“Es ist wirklich super, dass sich die Edkimo-App so vielseitig einsetzen lässt und sowohl eine wertvolle Unterstützung für Lehrerinnen und Lehrer als auch für Schülerinnen und Schüler bietet.”
Claudia Schräder (QM-Koordinatorin, Berufliche Schulen Kirchhain, Hessen)

Edkimo als “Instrument der Marktforschung”

Als Einstieg in das Lernfeld 10 – Absatzprozesse planen, steuern und kontrollieren – gemäß dem Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf Industriekaufmann/Industriekauffrau habe ich ein Marktforschungsprojekt gewählt.
Die Azubis hatten den Auftrag, in Projektgruppen ein Softgetränk mit Vermarktungsidee zu entwickeln, ihr Getränk testen zu lassen und in diesem Zusammenhang eine Befragung zu ihrem neuen Produkt durchzuführen und diese dann auszuwerten. Abschließend sollten die Gruppen die Marktchancen ihrer Produkte prognostizieren.
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Von Papierfragebögen zur Online-Befragung

In der Vergangenheit wurden die Fragebögen im Rahmen der Befragung am PC erstellt und Kopien für die Test- und Befragungsaktion angefertigt. Die Fragebögen wurden handschriftlich von den Testpersonen ausgefüllt und letztendlich durch Auszählen ausgewertet.
In diesem Zusammenhang hat sich die Edkimo-App, die unserer Schule seit 2019 zur Verfügung steht, als absoluter Glücksfall herausgestellt. Ich hatte die Idee, dass wir die Edkimo-App als Instrument für die Befragung durch die Schülerinnen und Schüler nutzen und dementsprechend auf Papier und aufwendige Auszählung der Befragungsergebnisse verzichten können.
Das Edkimo-Team ist mir dabei super behilflich gewesen und hat völlig unkompliziert sechs Accounts für die Projektgruppen eingerichtet. Die Azubis erhielten von mir eine kleine Einführung in die Edkimo-App und konnten dann sofort und problemlos ihre Fragebögen mit der App erstellen.

Mobiles Lernen mit Tablets

Ein weiterer großer Vorteil war, dass unsere Schule über iPad-Koffer verfügt. Also haben die Azubis die Edkimo-Befragungen zu ihrem Produkt mithilfe der iPads erstellt und die Befragungen während des Getränketests im Rahmen des Projekts von anderen Schülerinnen und Schüler und auch Lehrerinnen und Lehrern unserer Schule auf den iPads beantworten lassen.
Die Form der Befragung mit der Edkimo-App und den iPads kam super bei unseren Testpersonen an und hinterließ laut Rückmeldungen einen wirklich professionellen Eindruck. Darüber hinaus machte die Tatsache, dass die Auswertung mit der Edkimo-App super schnell und einfach erfolgen konnte, die ganze Befragungsaktion absolut rund und mehr als zufriedenstellend für meine Azubis.
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Vielseitiges Befragungsinstrument

Nach der Durchführung der Befragungen sprachen mich Kolleginnen und Kollegen ganz begeistert an, dass sie die App auch gerne nutzen würden, damit Schülerinnen und Schüler damit arbeiten und entsprechend Befragungen durchführen können.
Das Edkimo-Team hat mir 10 Accounts für Schülerinnen und Schüler eingerichtet, die ich an unserer Schule verwalte und bei Wunsch/Bedarf den Klassen zur Verfügung stellen werde. Erste konkrete Anfragen sind bereits eingegangen.

Mitte November 2019 tauchte das Spickmich-Schreckgespenst wieder auf, diesmal verkleidet im App-Gewand unter dem Namen Lernsieg. Wie vor zehn Jahren bei “Spickmich” rief auch “Lernsieg” einen großes Medienecho hervor und wurde heftig diskutiert. Nach nur drei Tagen ist der Spuk vorerst vorbei und die App wieder offline.
Das Motto von Edkimo lautet: Lernen gestalten. Denn wir glauben, dass ein konstruktives, partizipatives und lernrelevantes Schüler-Lehrer-Freedback in einem geschützten Raum das Lernen und den Unterricht verbessern kann. Dazu haben wir 2014 an der Leuphana-Universität Lüneburg eine spielerisch einfache Feedback-App konzipiert, mit der Lehrkräfte ihre eigenen Fragebögen erstellen können, um von der Lerngruppe ein anonymes Feedback einzuholen. Alle Daten liegen in der Hand der Lehrperson, nur sie entscheidet, wer die Feedback-Ergebnisse sehen kann. Der eigene Datensatz kann jederzeit vollständig gelöscht werden. Die Aufbereitung der Ergebnisse erfolgt in Echtzeit und kann einen guten Einstieg in den Dialog über das Lernen und die gemeinsame Weiterentwicklung des Unterrichts bieten.
Die Lernsieg-App aus Österreich hat mit unserem Ansatz nichts gemein. Sie ist in erster Linie vergleichbar mit den Sterne-Bewertungs-Systemen und Ranglisten wie wir sie aus der Gig-Economy kennen, wo sich Taxi-Fahrer/innen, Freelancer/innen, Programmierer/innen, Reinigungskräfte, Vermieter/innen und Gäste mittlerweile alle in eine mehr oder weniger nichts-sagende Fünf-Sterne-Skala pressen lassen müssen, wohlwissend, dass bei weniger als fünf Sternen bereits die Alarmglocken läuten und entsprechende Konsequenzen drohen. Das gehört in unseren Augen grundsätzlich nicht in die Schule!
Von diesem Grundsatz abgesehen, ist auch die Umsetzung der sogenannten “anonymen” Lernsieg-App sehr fragwürdig: was sich als kostenlose Feedback-App verkleidet, ist vor allem eine Telefonnummer-Sammelmaschine. Noch dazu handelt es sich um die Telefonnummern von der heiß begehrten Werbezielgruppe der Kinder und Jugendlichen. Dass die Handynummer als Authentifizierungsmerkmal nur bedingt taugt, zeigt sich schon daran, dass man nach dem SMS-Versand jede beliebige Schule und jede beliebige Lehrkraft bewerten kann.
Warum die Idee von Edkimo mit dem Lernsieg-Ansatz nichts zu tun hat, haben wir in der folgenden Grafik kurz gegenübergestellt.
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Mittlerweile nutzen über 20.000 Lehrkräfte an über 4000 Schulen die Edkimo-App, um mit ihren Schülerinnen und Schülern in einem geschützten Raum über das Lernen ins Gespräch zu kommen und gemeinsam den Unterricht zu verbessern und zu gestalten.
Wir freuen uns über Rückmeldungen, Fragen und Diskussionsbeiträge zum Thema unter lernsieg@edkimo.com.
 

EdTechXEurope ist Europas größte Zusammenkunft zu Bildungstechnologien, die unter anderem einen Innovations-Wettbewerb für Startups in verschiedenen europäischen Städten veranstaltet. Edkimo hat es in die deutsche Vorauswahlrunde geschafft. Wir konnten mit fünf weiteren Startups aus dem Bildungsbereich unsere Idee vor Jury und Publikum in Berlin präsentieren.
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Spielregeln

Bei EdTechXEurope hat jedes Startup fünf Minuten Zeit für den Pitch, um in wenigen Sätzen das Geschäftsmodell zu erklären und die eigene Motivation zu transportieren. Im Anschluss gibt es eine dreiminütige Fragerunde. Ein Sieger wird durch die Jury gekürt und gewinnt ein Ticket zur Teilnahme an der Finalrunde, die am 18. Juni 2019 in London stattfindet.

Pitch Competition Berlin

Die Berliner Veranstaltung von EdTechXEurope 2019 fand im Digitalen Lernzentrum von Facebook statt. Unser Team legte bei der Präsentation den Fokus auf die Fragestellung nach Gesprächsanteilen zwischen Schülern und Lehrern im Unterricht und stellte heraus, dass es nachweislich zu einer einseitigen Kommunikation auf Seiten der Lehrer kommt (vgl. Helmke 2015). Die Edkimo-App kann im Unterricht als Feedback-Instrument genutzt werden, um den Einstieg in eine Zweiweg-Kommunikation zu ermöglichen. Auf der Edkimo-Plattform haben Lehrkräfte mittlerweile über 10.000 eigene Fragebögen entworfen.
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Wer war dabei?

Mit uns angetreten sind zudem folgende Startups aus dem Bildungsbereich: Sdui (Schul-App), eKidz (Sprachlern Plattform), StudySmarter (Flashcards), 7fields (Coaching Service), Kiron (Lern- und Unterstützungs-Plattform für Geflüchtete).
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Jury und Gewinner

Die Jury bestand aus Vertretern erfolgreicher Bildungs- und Technologieunternehmen: Dr. Anja Hagen von education 360°, Josefine Kaul von Phorms Education, Beth Havinga von Connect Edtech und Juan Luis Vilchez von Amazon Web Services EdStart. Das Event wurde von Svenia Busson von LearnSpace organisiert und moderiert. Wir gratulieren den Gewinnern von StudySmarter und drücken Euch die Daumen für den Final Pitch in London!
Euer Edkimo-Team
 

Wir glauben an die gemeinsame Expertise, an die Zusammenarbeit und an den Austausch von Lehrpersonen. Auch und vor allem dann, wenn es darauf ankommt, gute Fragebögen für den Schulalltag zu entwerfen, die helfen, den Unterricht zu verbessern und den Lernerfolg zu steigern.
Mittlerweile haben Lehrpersonen auf der Edkimo-Plattform über 12.000 eigene Fragebogen-Vorlagen zu unterschiedlichen Themen und Einsatzszenarien entwickelt. Seit dem Update im Mai 2019 können alle Edkimo-Nutzer/innen ihre selbst erstellten Fragebogen-Vorlagen direkt mit anderen Personen teilen.
Dazu klicken Sie im Edkimo-Vorlageneditor einfach auf den Button “Vorlage versenden” und geben die E-Mail-Adresse der anderen Person ein. Anschließend erscheint die versendete Vorlage direkt im Edkimo-Konto der anderen Lehrperson zur weiteren Verwendung. Die unten dargestellten Screenshots geben einen schnellen Überblick über den Prozess in einer kurzen Schritt-für-Schritt-Anleitung.
Viel Spaß beim Teilen, bei der Zusammenarbeit und beim Feedback!
Euer Edkimo-Team
 

Vorlage versenden: Schritt-für-Schritt

 

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Beim Pädagogischen Jahrestag an der Oberstufe Langenhorn in Hamburg arbeiteten am 28.03.2019 Schüler/innen, Lehrer/innen und Eltern gemeinsam zum Thema Feedback in der Oberstufe. Da Edkimo bereits seit einigen Jahren mit der Partnerschule Am Heidberg kooperiert, wurden wir gebeten einen kurzen Impulsvortrag zum Thema Feedback zur geben und die anschließenden Workshops zu begleiten.
Zunächst wurden mit einer Live-Feedback-Runde eine Bestandsaufnahme zum Thema „Unterrichtsfeedback in der Oberstufe” durchgeführt, um die Lehrer- und Schülersicht miteinander vergleichen zu können.
Bei der anschließenden Kleingruppenarbeit erstellten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer direkt auf der Edkimo-Plattform Vorlagen für Feedbackbogen als Grundlage für die Weiterarbeit. Die Themen umfassten „Unterrichtsinhalte”, „Unterrichtsklima und Klassenzusammenhalt”, „Einsatz digitaler Medien”, „Klassenreise”, „Projektwoche” und „Exkursion”. Die Ergebnisse der Kleingruppenarbeit wurden live in einem Etherpad dokumentiert und am Ende im Plenum kurz vorgestellt.
Besonders spannend war aus Edkimo-Sicht auch der von @Foorbie aufbereitete Vergleich mit den Feedback-Möglichkeiten innerhalb der Moodle-Plattform. Zum Schluss der Veranstaltung konnten wir die neue Wortwolken-Funktion der Edkimo-App in einer großen Gruppe im Live-Einsatz ausprobieren: „Bitte beschreiben Sie den Pädagogischen Jahrestag mit einem Wort”. Auch für uns war es eine inspirierende Veranstaltung, vielen Dank für die Einladung!
Mehr Informationen: www.oberstufe-langenhorn.de
 
edkimo-wortwolke-ergebnis-pjt-2019-hamburg
 
sebastian-waack-edkimo-workshop-vortrag-feedback-hamburg
 
edkimo-workshop-feedback-unterrichtsinhalt
 
 

“Das Bildungssystem muss sich nachhaltig mit den neuen Medien. Der geübte Umgang mit Ihnen wird zu einer elementaren Kulturtechnik wie Lesen, Schreiben und Rechnen werden. Das ist eine Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Lebensgestaltung.”
Bundespräsident Roman Herzog am 17.3.1999

Der Digitalpakt Schule ist beschlossene Sache. Fast auf den Tag genau vor 20 Jahren berichtete die Tagesschau bereits über die Wichtigkeit der neuen “elementaren Kulturtechnik wie das Lesen, Schreiben und Rechnen”. Der damalige Bundespräsident Roman Herzog forderte auf der CeBIT 1999 einen offensiven Umgang mit den neuen digitalen Medien im Bildungssystem. Dies sei eine Voraussetzung für eine erfolgreiche Lebensgestaltung.
▶▶ ab 9:50 min

Mittlerweile gibt es die CeBIT nicht mehr, unsere Handys sind wieder größer geworden und eCommerce-Seiten sehen nicht mehr aus wie Windows 98. Auch käme heute niemand auf die Idee, sein Tablet in der Tür einer Mikrowelle zu verbauen, um Bankgeschäfte in der Küche zu erledigen. Und die Schriftart Comic Sans konnte sich nicht als Tablet-Standardschriftart durchsetzen. Metalldosen sollte man damals wie heute nicht in der Mikrowelle erwärmen, schon gar nicht ungeöffnet (Fotos s.u.).
Der Umgang mit digitalen Medien ist mittlerweile zu einer elementaren Kulturtechnik wie Lesen, Schreiben und Rechnen geworden. Der geübte Umgang mit digitalen Medien ist jedoch noch immer nicht in allen Schulen möglich.
Mit dem Digitalpakt hat das Bildungssystem nach 20 Jahren endlich die Möglichkeit geschaffen, sich dieser Aufgabe zu stellen. Dabei ist es mittlerweile unerheblich, ob wir in diesem Zusammenhang von „müssen”, „sollen”, „können” oder „wollen” reden.
Wir wünschen allen Schulen viel Energie und viel Erfolg bei diesem Schulentwicklungsprozess!
Euer Edkimo-Team

Quellen

Video und Screenshots:
www.tagesschau.de/multimedia/video/video-514809.html
Redemanuskript des Bundespräsidenten 
www.bundespraesident.de/SharedDocs/Reden/DE/Roman-Herzog/Reden/1999/03/19990317_Rede.html
Zum Digitalpakt und zur Beantragung der Fördermittel: 
www.bmbf.de/de/wissenswertes-zum-digitalpakt-schule-6496.html
 
bundespraesident-roman-herzog-tagesschau-1999-digitalpakt-schule-edkimo-feedback-app
kleinstes-handy-der-welt-8-cm-lang-tagesschau-1999-digitalpakt-schule-edkimo-feedback-app
shopping24-ecommerce-tagesschau-1999-digitalpakt-schule-edkimo-feedback-app
internet-tagesschau-1999-digitalpakt-schule-edkimo-feedback-app
mikrowelle-metalldose-tagesschau-1999-digitalpakt-schule-edkimo-feedback-app
tablet-comic-sans-tagesschau-1999-digitalpakt-schule-edkimo-feedback-app
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cebit-tagesschau-1999-digitalpakt-schule-edkimo-feedback-app
 

Wir bei Edkimo sind große Fans von kreativen Ergebnisdarstellungen, die den Einstieg in ein Feedback-Gespräch ermöglichen. Die Grundidee ist, einfache Ein-Wort-Abfragen an eine Gruppe zu stellen und die Ergebnisse direkt als Wortwolke zu visualisieren und gemeinsam zu besprechen. Besonders gut gefallen uns dabei einfache Tools wie Wordle und Answergarden. Wir haben nun eine solche Wortwolken-Funktionalität direkt in der Edkimo-App umgesetzt und erklären hier, wie diese funktioniert. Über die unten stehenden Links können Sie es gleich live ausprobieren: “Was ist/war Ihr Lieblingsfach?”

Wortwolken-Abfrage erstellen, durchführen und auswerten

Edkimo-wortwolke-editorWählen Sie dazu im Vorlageneditor im Dropdown-Menü einfach das Antwortformat „Wortwolke (Freitext)“ aus, erstellen Sie Ihre Vorlage und starten Sie die Befragung. Die Teilnehmenden antworten wie immer bei Edkimo mit einem “Feedback-Code”. Das offene Antwortfeld ist dabei auf maximal 20 Zeichen begrenzt. Die Ergebnisse dieser „Ein-Wort-Abfrage“ werden als Wortwolke visualisiert. Um eine sinnvolle Auswertung zu ermöglichen, werden Groß- und Kleinschreibung vor der Auszählung vereinheitlicht. So werden beispielsweise “Englisch”, “ENGLISCH”, “englisch” aber auch “ENglisch” als viermal “englisch” ausgezählt und als Grundlage für die Wortwolke benutzt.
In der Ergebnisansicht gilt: Je größer ein Wort ist, desto häufiger wurde es genannt. Das am häufigsten genannte, größte Wort erscheint in der Mitte, die am weniger genannten Wörter stehen klein am Rand. Mit dem Details-Button können Sie die Anzahl der Nennungen ein- und ausblenden.
edkimo-wortwolke-mit-details

Emoji-Wolken funktionieren auch

Um das starre Fragebogen-Format aufzulockern, kann man eine Abfrage auch mit Emojis beantworten lassen. Die Auswertung erfolgt analog als Emoji-Wolke: je größer ein Smiley bzw. Emoji erscheint, desto häufiger wurde es genannt. So ist ein schnelles Stimmungsbild innerhalb der Lerngruppe möglich.


 

Wortwolken ausprobieren

Normale Wortwolke: “Mein Lieblingsfach ist…”

Zum Demo-FragebogenErgebnisansicht –> Code: “wolke”
 

Emoji-Wortwolke: “Wie geht es dir heute?”

Zum Demo-FragebogenErgebnisansicht –> Code: “smile”
 

Wortwolken selbst erstellen?

Melden Sie sich kostenlos an und erstellen Sie Ihre eigene Edkimo-Umfrage. app.edkimo.com/signup