“Es ist wirklich super, dass sich die Edkimo-App so vielseitig einsetzen lässt und sowohl eine wertvolle Unterstützung für Lehrerinnen und Lehrer als auch für Schülerinnen und Schüler bietet.”
Claudia Schräder (QM-Koordinatorin, Berufliche Schulen Kirchhain, Hessen)

Edkimo als “Instrument der Marktforschung”

Als Einstieg in das Lernfeld 10 – Absatzprozesse planen, steuern und kontrollieren – gemäß dem Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf Industriekaufmann/Industriekauffrau habe ich ein Marktforschungsprojekt gewählt.
Die Azubis hatten den Auftrag, in Projektgruppen ein Softgetränk mit Vermarktungsidee zu entwickeln, ihr Getränk testen zu lassen und in diesem Zusammenhang eine Befragung zu ihrem neuen Produkt durchzuführen und diese dann auszuwerten. Abschließend sollten die Gruppen die Marktchancen ihrer Produkte prognostizieren.
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Von Papierfragebögen zur Online-Befragung

In der Vergangenheit wurden die Fragebögen im Rahmen der Befragung am PC erstellt und Kopien für die Test- und Befragungsaktion angefertigt. Die Fragebögen wurden handschriftlich von den Testpersonen ausgefüllt und letztendlich durch Auszählen ausgewertet.
In diesem Zusammenhang hat sich die Edkimo-App, die unserer Schule seit 2019 zur Verfügung steht, als absoluter Glücksfall herausgestellt. Ich hatte die Idee, dass wir die Edkimo-App als Instrument für die Befragung durch die Schülerinnen und Schüler nutzen und dementsprechend auf Papier und aufwendige Auszählung der Befragungsergebnisse verzichten können.
Das Edkimo-Team ist mir dabei super behilflich gewesen und hat völlig unkompliziert sechs Accounts für die Projektgruppen eingerichtet. Die Azubis erhielten von mir eine kleine Einführung in die Edkimo-App und konnten dann sofort und problemlos ihre Fragebögen mit der App erstellen.

Mobiles Lernen mit Tablets

Ein weiterer großer Vorteil war, dass unsere Schule über iPad-Koffer verfügt. Also haben die Azubis die Edkimo-Befragungen zu ihrem Produkt mithilfe der iPads erstellt und die Befragungen während des Getränketests im Rahmen des Projekts von anderen Schülerinnen und Schüler und auch Lehrerinnen und Lehrern unserer Schule auf den iPads beantworten lassen.
Die Form der Befragung mit der Edkimo-App und den iPads kam super bei unseren Testpersonen an und hinterließ laut Rückmeldungen einen wirklich professionellen Eindruck. Darüber hinaus machte die Tatsache, dass die Auswertung mit der Edkimo-App super schnell und einfach erfolgen konnte, die ganze Befragungsaktion absolut rund und mehr als zufriedenstellend für meine Azubis.
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Vielseitiges Befragungsinstrument

Nach der Durchführung der Befragungen sprachen mich Kolleginnen und Kollegen ganz begeistert an, dass sie die App auch gerne nutzen würden, damit Schülerinnen und Schüler damit arbeiten und entsprechend Befragungen durchführen können.
Das Edkimo-Team hat mir 10 Accounts für Schülerinnen und Schüler eingerichtet, die ich an unserer Schule verwalte und bei Wunsch/Bedarf den Klassen zur Verfügung stellen werde. Erste konkrete Anfragen sind bereits eingegangen.

“Es geht um Schülerpartizipation, das gemeinsame Gestalten von Lernprozessen und das Signal, dass ich als Lehrperson immer auch Lernperson bin.”
Micha Busch, Lehrer für Deutsch und Englisch
Stadteilschule Am Heidberg, Hamburg

Was bedeutet Feedback für dich?

Schülerfeedback ist für mich eine einfache Möglichkeit, mit meinen Schülern ins Gespräch zu kommen – über die gemeinsam verbrachte Lebenszeit im Unterricht und wie diese Zeit möglichst für alle sinnvoll genutzt werden kann. Also die Frage danach, wie wir gemeinsam am besten lernen können. Es geht um mehr als nur um eine Effizienzsteigerung. Feedback beinhaltet den respektvollen Austausch, es geht um Schülerpartizipation, das gemeinsame Gestalten von Lernprozessen und das Signal, dass ich als Lehrperson immer auch Lernperson bin. Um meinen Unterricht zu verbessern, reflektiere ich deshalb auch stets mein eigenes Unterrichtshandeln, suche das Gespräch mit Kollegen, besuche regelmäßig Fortbildungen sowie Konferenzen und verfolge inspirierende Debatten in der Fachliteratur sowie in sozialen Netzwerken.

Welche Schülerrückmeldung hat dich als Lehrer besonders überrascht?

Es sind oft die kritischen Rückmeldungen, die hängenbleiben. Zum Beispiel wenn Schüler zurückmelden, dass das, was im Unterricht passiert, sie nicht erreicht oder nicht interessiert. Diese Rückmeldungen tun natürlich im ersten Moment auch weh. Aber sie sind ja sehr wichtig und wenn man dann darüber spricht und die Kritikpunkte ernst nimmt, dann kann man gemeinsam überlegen, wie der Unterricht aussehen müsste, damit auch diese Schüler etwas davon haben.

Warum hat sich eure Schule für Edkimo entschieden?

Ich habe als Testnutzer gute Erfahrungen mit Edkimo gemacht und habe die App dann meinem Kollegium im Rahmen eines Pädagogischen Jahrestages vorgestellt. Nach einer Testphase haben wir als Schule uns dann entschieden, dieses Tool flächendeckend zu nutzen und es prozessbegleitend einzusetzen.

Welche Herausforderungen gab es in der Einführung von Edkimo?

Ich glaube, dass die Kollegen, die sich immer schon Feedback eingeholt haben, kaum Probleme hatten, sich auf dieses Tool umzustellen. Für sie bedeutete es in erster Linie eine Erleichterung. Anders sieht es bei Lehrpersonen aus, die Feedback als Instrument für ihre Unterrichtsentwicklung erst entdecken. Hier geht es vornehmlich darum zu schauen, an welchen Stellen im Lernprozess systematisches, softwaregestütztes Feedback sinnvoll integriert werden kann und wie mit diesem Feedback dann umgegangen wird.

Ihr nutzt Edkimo auch für eure schulinternen Fortbildungen, könntest du kurz das Szenario beschreiben?

Wir haben Edkimo z.B. genutzt, um unseren Pädagogischen Jahrestag „Lernen in der digitalen Welt“ in Form eines Partner-Interviews mit Live-Feedback auszuwerten und wertvolle Hinweise für die weiteren Entwicklungsvorhaben zu bekommen. Wir nutzen das Tool aber auch für die Weiterentwicklung der Oberstufe. So setzen wir es ein, um Lehrer-, Schüler und Elternbefragungen zur Zukunft unser Sekundarstufe II durchzuführen.

Du hast das Buch „55 Webtools für den Unterricht“ geschrieben. Wie können Apps und Webseiten sinnvoll in den Unterricht integriert werden?

Am besten in Schülerhand, wenn damit kreativ und produktiv gearbeitet wird. Marc Albrecht-Hermanns hat dies kürzlich in einem Blogpost gut dargestellt. Die Möglichkeiten und Herausforderungen digitaler Technologie in der Schule habe ich vor einer Weile etwas ausführlicher in diesem Text beschrieben.

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Micha Busch

Lehrer für Deutsch und Englisch
Stadtteilschule Am Heidberg & Oberstufe Langenhorn
Buch: 55 Webtools für den Unterricht
Blog: www.smartclassroomlearning.org
Twitter: @EdTech_Germany

“Bislang habe ich stapelweise Papier-Fragebögen eingesammelt mit den Rückmeldungen der Auszubildenden. Danach hatte ich ewig mit der Auswertung der Ergebnisse zu tun. Seit es Edkimo gibt, läuft das alles automatisch.”
Horst Hochkirchen
Feedback-Beauftragter und stellvertretender Obermeister
KFZ-Innung Hagen/Ennepe-Ruhr

Azubi-Feedback in Berufsausbildung

Entspricht die Ausbildung Ihrer Vorstellung, die Sie vorher von dem Beruf hatten? Wie zufrieden sind Sie mit dem Betrieb? Mit der Feedback-App Edkimo geben Azubis eine ehrliche, anonyme Einschätzung. Die Auswertung in Echtzeit ermöglicht uns eine fortlaufende Qualitätsentwicklung und motiviert Ausbilder und Auszubildende gleichermaßen.
Die KFZ-Innung Hagen/Ennepe-Ruhr gehört zu den ersten Innungen in Deutschland, die mit Feedback-App Edkimo arbeiten. Die Integration digitaler Medien in die berufliche Aus- und Weiterbildung ist auch eines der Kernelemente für die von Bundesministerin Johanna Wanka im Herbst angestoßene Debatte für eine Berufsausbildung 4.0. Ich persönlich habe durch das Online-Feedback viel Zeit gewonnen. Die nutze ich, um einen neuen Fragebogen zu entwickeln. Darin möchte ich die Meister befragen, wie sie eigentlich ihre Auszubildenden einschätzen.
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“Feedback bedeutet für uns, sich durch Rückmeldungen zu verbessern. Denn wer aufgehört hat, besser zu werden, hat aufgehört gut zu sein.”
Andreas Dietwald und Dagmar Louran-Pergantis
Goethe-Gymnasium Kassel, Hessen

Warum habt ihr euch an eurer Schule für Edkimo entschieden?

Vor der Einführung von Edkimo haben wir zuerst 2010 mit Papierfragebögen gearbeitet, bis die für die Organisation der schulischen Feedbackprozesse verantwortliche Arbeitsgruppe 2011 einen eigenen Online-Fragebogen entwickelt hatte. Dieser war durch den Einsatz einer speziellen Umfrage-Internetseite nutzbar, aber erforderte für jeden teilnehmenden Schüler einen Zugangscode, der von den Lehrern verteilt wurde. Bei Verlust der Codes gab es nur schwer Ersatz, und für jedes Fach bekamen die Schüler einen gesonderten Zugang. Die Nutzung der Seite verursachte regelmäßige Kosten und erforderte eine Wartung. Das System funktionierte, aber war eben recht kompliziert und nicht situativ anpassbar.
Bei Edkimo sprach uns sofort die hohe Nutzerfreundlichkeit an: Schüler können Fragebögen direkt mit dem Smartphone beantworten und auch Kollegen, die nichts mit Technik am Hut haben, kommen mit Edkimo schnell zurecht. Die App ermöglicht situatives Feedback und ist je nach Anforderung anpassbar. Als uns Sebastian Waack, der uns über unsere Feedback-Website gefunden hatte, Ende 2014 kontaktierte, waren wir deshalb gern bereit, als Pilotschule die Edkimo-App zu testen und für die Schulpraxis gemeinsam weiterzuentwickeln.
 

Wie wurde an eurer Schule vorher Feedback eingeholt?

Das Goethe-Gymnasium Kassel führt seit 2011 regelmäßig und verbindlich Feedbackprozesse durch, und das auf mehreren Ebenen: Schülerfeedback, Feedback des Kollegiums an die Schulleitung sowie Elternfeedback. Zwei Jahre zuvor waren wir über einen ZEIT-Artikel auf das Fontane-Gymnasium Rangsdorf (Brandenburg) aufmerksam geworden, an dem seit Jahren erfolgreich Feedbackprozesse durchführt wurden. Das machte uns neugierig! Wir nahmen Kontakt mit der Schule auf und interessierte Kolleg/innen und Schüler/innen machten eine Fortbildung mit der dortigen Schulleitung. Daraus entstand unsere Feedback-AG, die sich seitdem für eine nachhaltige Feedbackkultur an unserer Schule stark macht.
 

Welche Herausforderungen gab es bei der Einführung von Edkimo?

Natürlich sind für technische Neuerungen nicht alle Kollegen sofort zu begeistern. Das betrifft auch die Einführung der Edkimo-App. Manche Lehrkräfte waren zunächst etwas skeptisch und befürchteten Mehraufwand. Auch die Frage des Datenschutzes wurde wie schon vorher bei unserem PC-Programm auch bei der App wieder thematisiert. Doch die positiven Rückmeldungen von Seiten der Kollegen, aber auch von den Schülern überzeugten nach und nach immer mehr von ihnen. Heute nutzt mehr als die Hälfte der Kollegen am Goethe-Gymnasium Edkimo, um Schülerfeedback einzuholen. Tendenz steigend.
 

Welches sind die nächsten Schritte in Sachen Feedbackkultur?

Unser Ziel ist es, möglichst alle Kolleg/innen am Goethe-Gymnasium für Feedback mit der Edkimo-App zu gewinnen. Nicht immer stehen Lehrkräfte der Bewertung durch die Schüler offen gegenüber. Und nicht immer erkennen Schüler/innen sofort den Sinn von Feedbackprozessen. Feedback sollte ohne Zwang eine Selbstverständlichkeit werden und flexibel nach einer Stunde, einer Einheit, einem Halbjahr etc. eingesetzt werden. Gerade durch das sich jeweils anschließende Feedbackgespräch entstehen sinnvolle Lern- und Veränderungsprozesse. Feedback heißt: Feedback geben, aber auch Feedback nehmen, ein ständiger Dialog auf Augenhöhe.
 
 

Feedback AG am Goethe-Gymnasium Kassel

 
Dagmar Louran-Pergantis
Lehrerin für Deutsch, Geschichte, Politik & Wirtschaft / seit August 2016 in Pension
Leiterin der Feedback-AG bis 2016
Andreas Dietwald
Lehrer  für Kunst und Französisch
Seit 2016 Leiter der Feedback-AG
www.feedback-goethe.de
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