EdTechXEurope ist Europas größte Zusammenkunft zu Bildungstechnologien, die unter anderem einen Innovations-Wettbewerb für Startups in verschiedenen europäischen Städten veranstaltet. Edkimo hat es in die deutsche Vorauswahlrunde geschafft. Wir konnten mit fünf weiteren Startups aus dem Bildungsbereich unsere Idee vor Jury und Publikum in Berlin präsentieren.
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Spielregeln

Bei EdTechXEurope hat jedes Startup fünf Minuten Zeit für den Pitch, um in wenigen Sätzen das Geschäftsmodell zu erklären und die eigene Motivation zu transportieren. Im Anschluss gibt es eine dreiminütige Fragerunde. Ein Sieger wird durch die Jury gekürt und gewinnt ein Ticket zur Teilnahme an der Finalrunde, die am 18. Juni 2019 in London stattfindet.

Pitch Competition Berlin

Die Berliner Veranstaltung von EdTechXEurope 2019 fand im Digitalen Lernzentrum von Facebook statt. Unser Team legte bei der Präsentation den Fokus auf die Fragestellung nach Gesprächsanteilen zwischen Schülern und Lehrern im Unterricht und stellte heraus, dass es nachweislich zu einer einseitigen Kommunikation auf Seiten der Lehrer kommt (vgl. Helmke 2015). Die Edkimo-App kann im Unterricht als Feedback-Instrument genutzt werden, um den Einstieg in eine Zweiweg-Kommunikation zu ermöglichen. Auf der Edkimo-Plattform haben Lehrkräfte mittlerweile über 10.000 eigene Fragebögen entworfen.
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Wer war dabei?

Mit uns angetreten sind zudem folgende Startups aus dem Bildungsbereich: Sdui (Schul-App), eKidz (Sprachlern Plattform), StudySmarter (Flashcards), 7fields (Coaching Service), Kiron (Lern- und Unterstützungs-Plattform für Geflüchtete).
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Jury und Gewinner

Die Jury bestand aus Vertretern erfolgreicher Bildungs- und Technologieunternehmen: Dr. Anja Hagen von education 360°, Josefine Kaul von Phorms Education, Beth Havinga von Connect Edtech und Juan Luis Vilchez von Amazon Web Services EdStart. Das Event wurde von Svenia Busson von LearnSpace organisiert und moderiert. Wir gratulieren den Gewinnern von StudySmarter und drücken Euch die Daumen für den Final Pitch in London!
Euer Edkimo-Team
 


edkimo-research-in-germanyDieser Beitrag erschien zuerst auf Englisch im Newsletter “Research in Germany” Juni 2018Newsletter abonnieren . Die Rechte für den Text liegen beim Deutschen Akademischen Austauschdienst.

Wenn es in den Medien um deutsche Startups geht, dann meistens um jene in Großstädten wie Berlin, München oder Hamburg. Aber auch abseits der Metropolen entstehen neue Unternehmen. Zum Beispiel in Lüneburg. Dort haben der Lehrer Sebastian Waack, die Medienpädagogin Jessica Zeller und der Softwareentwickler Kai-Roman Ditsche-Klein im März 2015 das Unternehmen Edkimo gegründet. Edkimo bietet eine gleichnamige App für Feedback-Prozesse in Schulen und Ausbildungsstätten an. In die traditionsreiche Hansestadt im Norden Deutschlands kamen die drei Gründer 2013 als Gewinner des Gründungswettbewerbs Leuphana Business Accelerator, ausgelobt von der Universität Lüneburg. Doch von ihrer Idee bis zum fertigen Produkt war es noch ein langer Weg. Denn auf der einen Seite sollte die App, mit der Lehrer das anonyme Feedback ihrer Schüler zum Unterricht einholen können, spielerisch leicht zu bedienen sein. Auf der anderen Seite musste sie komplex genug sein, damit Lehrkräfte einen fortlaufenden Feedback-Prozess aufbauen können. Durch die App entfällt die aufwendige Auswertung von Papierfragebögen. Sie liefert eine Zusammenfassung der Antworten auf die Fragen, die Lehrer ihren Schülern per App geschickt haben, auf den Bildschirm. Auch Antworten zu einzelnen Fragen werden automatisch ausgewertet. Lehrkräfte können sich auf diese Weise schnell ein Bild der Lage machen und darauf reagieren. „Alles ist darauf ausgelegt, dass man gleich mit den Schülern über die Ergebnisse ins Gespräch kommt“, sagt Jessica Zeller.
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Die Universität unterstützte die Startup-Gründer umfassend

Rückblickend sagt die Gründerin: „Edkimo würde es ohne die Uni Lüneburg nicht geben. Wir haben Zeit, Geld und Knowhow bekommen, um unser Konzept bis zur Marktreife zu bringen.“ Die Uni finanzierte nicht nur das Büro und zwei Teilzeitstellen. Sie ermöglichte durch ihren Innovations-Inkubator auch die Zusammenarbeit mit dem universitären Gamification Lab. Dort wurde das Potenzial von Spielen für diverse gesellschaftliche Bereiche erforscht. Daneben organisierte die Universität den Austausch mit anderen Startups, bot Beratung in juristischen Fragen und bei der Vertragsgestaltung an. Durch die enge Anbindung an die Universität kam auch die Vernetzung mit Partnern in Gang. So wurde die Software als erstes an einem Gymnasium in Lüneburg erprobt. Als Pilotschule darf dieses Edkimo weiterhin kostenfrei nutzen.

Nach vier Jahren trägt sich das Unternehmen

Gut vier Jahre nach der Gründung hat Edkimo heute 40 zahlende Kunden, die App wurde bisher von 7.000 Lehrern und fast 100.000 Schülern genutzt. „Edkimo trägt sich mittlerweile“, berichtet Zeller, die heute zum Geschäftsführerteam gehört. „Es geht voran, wenn auch nicht so schnell, wie wir das am Anfang gehofft haben“, sagt Zeller. Geplant ist, die App auch in Österreich, Frankreich und der Schweiz zu vermarkten.

Lob für den Innovations-Inkubator

Edkimo ist nur eine von insgesamt zwölf Firmen, die im Lüneburger Innovations-Inkubator „ausgebrütet“ wurden. Während der sechsjährigen Laufzeit von 2009 bis 2015 generierten die Unternehmensgründungen mehr als 400 Arbeitsplätze. Von diesem Ergebnis zeigte sich die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) beeindruckt. Ein regionales Innovationssystem sei geschaffen worden, resümierte die OECD in ihrem Bericht „Lessons learned from the Lüneburg Innovation Incubator”.

Nachhaltige Zusammenarbeit zwischen Gründern und Universität

Nach dem Wettbewerb Business Accelerator und dem Innovations-Inkubator hat die Universität Lüneburg 2017 ein weiteres Programm für den Wissens- und Technologietransfer zwischen Universität und Unternehmen aufgelegt. Mit NIREM soll in den kommenden drei Jahren ein regionales Wissensnetzwerk aufgebaut werden. Zu den Kooperationspartnern zählen kleine und mittelgroße Unternehmen der Region sowie – neben dem Centre for Sustainability Management (CSM) der Universität – auch die Hochschule 21 im nahegelegenen Buxtehude. Im Zentrum stehen Fragen des nachhaltigen Wirtschaftens und der Energie- und Ressourceneffizienz mit dem Ziel, die Innovationskraft mittelständischer Unternehmen in der Region im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung voranzutreiben. In Workshops erarbeiten die Experten aus Forschung und Praxis gemeinsam Lösungen zu Fragen des nachhaltigen Konsums und der nachhaltigen Mobilität, aber auch für ganz naheliegende Probleme wie etwa die Biodiversität auf dem Firmengelände.
Nachhaltig wirkt auch die bisherige Zusammenarbeit der Universität Lüneburg mit Unternehmen. Edkimo jedenfalls ist der Uni weiterhin verbunden. Umgekehrt gilt das auch. Der Medienwissenschaftler Mathias Fuchs, Professor am Institut für Kultur und Ästhetik an der Universität Lüneburg und Gründer des Gamification Lab, steht dem Startup nach wie vor zur Seite. „Wenn wir wissenschaftlich fundierten Rat brauchen“, sagt Gründerin Jessica Zeller, „können wir den nach wie vor einholen“.
 

Weitere Informationen:

Centre for Sustainability Management (CSM) at Leuphana University Lüneburg

Das Lüneburger CSM entwickelt, basierend auf eigener Forschung, Nachhaltigkeitslösungen für Unternehmen, Wirtschaft und Gesellschaft. Dabei werden die verschiedenen Dimensionen des Nachhaltigkeitsmanagements berücksichtigt: Ökologie, Soziales und Ökonomie. Das CSM bietet außerdem den weltweit ersten MBA-Studiengang für Nachhaltigkeitsmanagement und Corporate Social Responsibility an.
www.leuphana.de > CSM

„Europa für Niedersachsen – Europa für dich!“:  Das war das Motto der Niedersächsischen Staatskanzlei auf der IdeenExpo 2015. Bereits zum fünften Mal fand vom 04.07.2015 ­ bis 12.07.2015 die Mitmach- und Erlebnisveranstaltung für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene auf dem Messegelände in Hannover statt. Mit Spiel, Spaß und Interaktion konnten sich über 350.000 junge Besucherinnen und Besucher für Wissenschaft und Technik begeistern.
Die Niedersächsische Staatskanzlei präsentierte an ihrem Stand sieben spannende EU-geförderte Projekte des Bundeslandes, die von den jungen Besuchern in einer Stand-Rallye kennengelernt und ausprobiert werden konnten. Mit dabei war auch unsere Feedback-App Edkimo, die 2014/15 im Rahmen des Innovations-Inkubators an der Leuphana Universität Lüneburg EU-Fördermittel erhalten hat.
Edkimo zeigte mit Schulbank und WLAN wie das digitale Klassenzimmer schon heute funktionieren kann. Neben Fragebögen und kreativen Feedback-Methoden zum Ausprobieren, konnten die jungen Besucher auch den „Europa für Niedersachsen“-Stand und die vorgestellten Projekte beurteilen.
Anlass zum Staunen und Entdecken boten Fotos zum Mitnehmen in einem elektrisch betriebenen Gyrokopter  und eine Labyrinthfahrt mit einem Treckersimulator. Auch das Rauchhaus der Firma Stöbich Brandschutz GmbH aus Goslar, das Modell eines Nahwärmenetzes der Hochschule Hannover, der Berufseignungstest mit Nähmaschinen des Pro­Aktiv­Centrums Osterode oder das Moorlabor des Tagungshauses Bredbeck des Landkreises Osterholz waren Magneten für aktives Mitmachen und Erleben. Zusätzlich gab es reichlich zu gewinnen. Den Hauptgewinn, eine viertägige Reise nach Brüssel, gewann die Klasse 9.3 der Oberschule Lachendorf.
Der Stand der Niedersächsischen Staatskanzlei auf der IdeenExpo 2015 machte deutlich, dass EU­-Förderung einen positiven Einfluss auf Leben und Arbeit für jeden Einzelnen in Niedersachsen haben kann. Mit Information und Spaßfaktor wurden viele neue Fans für Europa gewonnen, Neugierde und Verständnis für die EU-­Förderprogramme geweckt und ganz nebenbei vermittelt, wie wichtig die EU-­Förderung für die Landesentwicklung in Niedersachsen ist. Mit rund 20.000 Standbesuchern wurden alle Beteiligten für ihr Engagement mehr als belohnt.
Wir freuen uns schon jetzt auf die IdeenExpo 2017!
Übrigens: Auch die Presse berichtete über Edkimo auf der IdeenExpo 2015. Lesen Sie hier den Artikel in der Hannoverschen Allgemeinen vom 3. Juli 2015.

CeBIT ist für uns fast wie der erste Schultag. Am Montagmorgen ist in Messehalle 9 die Kreidetafel frisch gewischt. Der LED-Bildschirm angeschlossen. Die Schulbank mit den Holzstühlen wartet auf die ersten Besucher. Und das Edkimo-Team ist gespannt darauf, dass die CeBIT 2015 endlich losgeht.
150317_CeBIT_Edkimo_102Für uns ist die CeBIT die erste Messe überhaupt. Edkimo wurde als Ausgründung der Leuphana-Universität vom Ministerium für Wissenschaft und Kultur als Aussteller an den Gemeinschaftsstand des Landes Niedersachsen eingeladen. Unsere Nachbarn sind die Kolleg/innen verschiedener niedersächsischer Hochschulen mit Big Data Lösungen für Geschäftsprozesse, Spielen für Fußgängerampeln oder eine Smartphone-App zum Prognostizieren von Blaualgenblüten in Binnengewässern.

Am CeBIT-Messestand

150317_CeBIT_Edkimo_219Am Anfang ist für unser Team alles ganz neu. Welcher Gast hat welche Bedürfnisse? Was führt sie oder ihn zu uns? Als Gesprächseinstieg haben wir eine kleine Kurzumfrage für die CeBIT entwickelt.
Drei Fragen sollen genügen, um zu veranschaulichen, wie die Evaluation in Echtzeit mit Edkimo funktioniert:

  • Haben Sie während ihrer Schulzeit mit Computern gelernt?
  • Hat Ihr Lehrer Sie nach Ihrer Meinung zum Unterricht befragt?
  • Welches Potenzial sehen sie in der Digitalisierung für die Bildung der Zukunft?

Das Besucherspektrum am Edkimo-Stand ist breit gefächert. Lehrer, Studierende und Referendare, engagierte Eltern und Schüler, Multiplikatorinnen der Landesinstitute für Schulqualität, bekannte und neue Gesichter aus der Startup-Szene.
Außerdem besuchen uns zahlreiche Vertreter/innen aus dem Weiterbildungs- und Business-Bereich. So gibt es produktive Gespräche mit der Deutsche Bahn AG und der Verkehrsfliegerschule Bremen.
150317_CeBIT_Edkimo_292Nach und nach bildet sich auch bei unserer Kurzumfrage ein Stimmungsbild heraus: Computernutzung ist eine Generationsfrage. Digitalisierung beurteilen fast alle Befragten positiv. Und beim Schülerfeedback besteht nach Einschätzung aller Befragten ein großer Bedarf – unabhängig vom Alter der Befragten.
 

CeBIT international

Auf der CeBIT in Hannover spricht man deutsch – aber eben nicht nur. Im Rahmen des Projekts Future Match des Enterprise Europe Network vernetzen wir uns mit europäischen Partnern. Wir haben spannende Gespräche mit dem polnischen Startup Play4Skills, die Gamifikation und universitäre Lehre miteinander verknüpfen und treffen Artémat, ein junges italienisches Unternehmen, welches originelle Businessgames entwickelt.
Und auch die Be150317_CeBIT_Edkimo_173sucher am Edkimo-Stand kommen aus der ganzen Welt: Vertreter vom SENAI in São Paulo, der Einrichtung für berufliche Ausbildung in Brasilien, dänische Blogger und Jungunternehmer aus den Niederlanden, ein chinesischer Smartboard-Produzent und ein Professor für Informatik aus dem Iran.
 
 

Edkimo beim CeBIT Future Talk

Am Mittwoch spricht Edkimo-Gründer Sebastian Waack beim Future Talk über die „Big Data, Smart Data und Open Data im Bildungsbereich“. Viele Zuhörer/innen kommen im Anschluss an unseren Stand vorbei, um die Thesen weiter zu diskutieren.
CeBIT: Edkimo-Fotoshooting für FAZ-InterviewAuch die Presse ist zu Gast: Martin Gropp von der FAZ-Wirtschaftsredaktion interviewt uns für seinen Beitrag „Wenn aus Spiel Ernst wird“ über Gamifikation in der IT-Branche, der Hannoveraner Fotograf Christian Burkert liefert passendes Bildmaterial.
Jeden Tag hat das Edkimo-Team auf der CeBIT 2015 viele produktive Gespräche, spannende Eindrücke und Inspirationen für die Weiterarbeit. Nach fünf Tagen Messe sind über hundert Kontakte sind in unserer Schulmappe gelandet. Wir sind gespannt, aus welchen Leads zukünftige Kunden werden.
Am Freitag um 18 Uhr ist die Schulwoche in Hannover vorbei. Wir packen die Kreidetafel ein, schalten den LED-Bildschirm aus und stellen die Stühle hoch. Jetzt ab nach Hause – an den Schreibtisch und Hausaufgaben machen!

Über die Veranstaltung

Zum Symposium Richtungsweiser Bildung kamen Ende Januar in Berlin rund vierzig ausgewählte Akteure aus den Bereichen Schule, Hochschule, Initiativen, Stiftungen, Wirtschaft, Politik und Schulverwaltung zusammen. Gemeinsam wurden in sehr angenehmer und kommunikativer Atmosphäre die Herausforderungen im Bereich der Digitalisierung schulischer Bildung diskutiert. Ziel der Veranstaltung war es, konkrete Hürden auf dem Weg zu einer medial-fortschrittlichen Schule zu identifizieren und Lösungsansätze zu erörtern.
Mitorganisator Michael Busch drückt es so aus: “Nur ein ganzheitlicher und gemeinsamer Ansatz kann schnell zum Ziel führen und zukunftsorientierten Unterricht ermöglichen.” Sein Mitstreiter Manuel Großmann fügt hinzu: “Die Vorbehalte von LehrerInnen müssen ernst genommen, Hürden und Regularien aus der Verwaltung abgebaut, politische Prozesse initiiert, Forschungsergebnisse berücksichtigt und wirtschaftliche Interessen verstanden werden.” Mit ihrem Multi-Stakeholder-Ansatz wollten sie den TeilnehmerInnen einen besseren Einblick in die Arbeitsrealität und die Positionen der anderen Beteiligten zu ermöglichen. Dies ist unserer Meinung nach voll und ganz gelungen.
www.richtungsweiser-bildung.de
 

Vortragende

  • Nedime und Merve: Schülerinnen an einem Berliner Gymnasium.
  • Dr. Heike Schaumburg: Humboldt Universität zu Berlin, ICILS Konsortium.
  • Saskia Esken (SPD): MdB, Mitglied im Ausschuss Digitale Agenda, @eskensaskia.
  • Sebastian Seitz: Projektmanager OER, Technologiestiftung Berlin, @bastiseitz.
  • Cornelia Brückner: Zentrum für Lehrerbildung, Uni Potsdam, @deutschdozentin.
  • Dr. Detlef Gietzel: Referat Bildungsserver/ E-Learning, LISUM.

Organisatoren

  • Michael Busch: Lehrer in Hamburg für die Fächer Deutsch, Englisch und Medien.
  • Manuel Großmann: Service Designer. Gestaltet Produkte nutzerfreundlicher.

Fotos der Veranstaltung

 

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Zwetana Penova, Lernox.

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Marie von dem Berge, Cornelsen.

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Micha Busch und Manuel Großmann, Veranstalter.

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Sebastian Waack, Edkimo.

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Uli Marienfeld, Schulleiter

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Nedime und Merve, Schülerinnen

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Hashtag #RWBildung.

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Saskia Esken, MdB.

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Detlef Gietzel, LISUM.

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Cornelia Brückner, Uni Potsdam.

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Heike Schaumburg, HU Berlin.

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Sebastian Seitz. Technologiestiftung Berlin. Foto von @matthiasbock1.

Jeder Tag beim Google Launchpad fokussierte auf einen Bereich: Minimum viable product (MVP), user experience/user interface (UX/UI), Technologie, Marketing und Pitch-Training. Neben den sehr guten Einführungspräsentationen waren insbesondere die Einzel-Mentor-Phasen sehr hilfreich, um die eigene Gründungsidee zu hinterfragen und zu verfeinern. Insgesamt nahmen 15 Startups und 25 Mentoren teil. Und die Mentoren waren – anders als man vermuten könnte – in der Mehrheit keine Googler sondern geschäftserfahrene Experten in ihrem jeweiligen Bereich.
Aus Sicht der Startups bedeutete diese Woche einen extrem schnellen Lernzyklus, fokussierte Weiterarbeit an der eigenen Idee zusammen mit erfahrenen Mentoren und sichtbare Fortschritte jeden Tag. Vielen Dank an Dirk und Katha von Google, die dieses Event auf die Beine gestellt haben!

Was haben wir bei Google Launchpad gelernt?

Mehr als erwartet. Und es war noch dazu ganz anders als man sich einen Workshop bei einem der größten Technologie-Unternehmen der Welt vorstellt. Im Grunde brauchten wir nur Papier, Post-its und Stifte und kaum ein einziges Mal den Computer. Hier ist ein kurzer Überblick:

(1) Computer ausschalten, einen Schritt zurück treten

Dies Einsicht war in der Tat die Überraschendste für uns und vermutlich für viele Startups in der frühen Ideenfindungsphase. Allzu schnell lässt man sich in den Programmcode hineinziehen und verliert dabei schnell den Blick und die Zeit fürs große Ganze. Am Anfang geht es viel weniger um Debugging, Optimierung und Ergänzung des Programmcodes. Vor all diesen Tätigkeiten muss immer wieder die Frage stehen: Interessiert sich überhaupt jemand für das Produkt das wir bauen wollen? Wenn nicht, wäre jede Programmiertätigkeit verlorene Zeit und Energie.

(2) Annahmen testen

Als ein Startup in der Frühphase legt man der eigenen Idee viele unbegründete Annahmen zugrunde. Dies ist ganz natürlich, denn vermutlich baut ein Startup etwas, das die Welt so noch nicht gesehen hat und wovon man nicht wissen kann, wie zukünftige Kunden das Produkt nutzen werden. Ohne Hypothesen kommt man hier nicht weiter. Allerdings sollte man so früh wie möglich die eigenen Annahmen mit echten Personen testen. Wie das funktioniert? Ganz einfach: geht nach draußen und sprecht Leute an. Im Café, in der U-Bahn auf der Straße. Bittet sie um ihre Meinung zu eurer Ideenskizze, eurem Produkt. Das Ansprechen erfordert definitiv ein wenig Überwindung ermöglicht aber sehr frühes und extrem wertvolles Feedback. Andernfalls läuft man Gefahr, ein Produkt zu bauen, das am Ende niemand nutzen möchte.

(3) User experience (UX) 

Dies ist sicherlich eines der oft gebrauchten – und oft missbrauchten – Buzzwords im Startup-Bereich. Dennoch ist die zugrundeliegende Idee entscheidend für die Wahrnehmung des Produkts. Die Mentoren beim Google Launchpad betonten immer wieder eine klare Unterscheidung von User Experience und User Interface. Das letzte leitet sich in gewisser Weise “automatisch” aus dem ersten ab. Wer seine zukünftigen Nutzer des Produkts gut kennt, wird ein Produkt und eine User Experience designen können, so dass sich die Nutzer gut fühlen mit dem neuen Produkt. Denn am Ende geht es eigentlich immer um das gute Gefühl.

(4) Marketing – von Anfang an

Niemand sollte erst ein Produkt bauen und mit dem Marketing beginnen, wenn alles fertig ist. Das ist definitiv zu spät. Marketing beginnt von Anfang an. Auch hier ist es entscheidend, seine Nutzer möglichst gut zu kennen und die Marketingstrategie für verschiedene Zielgruppen anzupassen und zu verfeinern. Wer sind die zukünftigen Nutzer? Wer wird für das Produkt bezahlen? Wie spricht man verschiedene Kundensegmente optimal an? Auf welchen Kanälen erreicht man die Nutzer?

(5) Datenschutz – Made in Germany

Das mantra der Datenschutz-Experten beim Google Launchpad lautete: “If you make it in Germany, you’ll make it in the world”. Dies scheint wie die Umkehrung des Leonard Cohen Songs “First we take Manhattan, then we take Berlin.” In der Tat hat Deutschland eines der härtesten Datenschutzgesetze der Welt. Wer hier in Deutschland – oder generell in der EU – ein Produkt entwickelt, muss Datenschutz und Datensicherheit von Beginn an weit oben auf die Prioritätenliste setzen. Fragen, die dabei beantwortet werden müssen sind u.a.:

  • Welche Daten werden erhoben und zu welchem Zweck?
  • Braucht man diese Daten wirklich für das Funktionieren des Produkts?
  • Wie viele Datenpunkte sind vorhanden?
  • Wie kann man die Auflösung der Daten verringern?

Für ein erfolgreiche Produktentwicklung lohnt es sich, die Datenschutzgesetze gut zu kennen. Es ist auch anzuraten, frühzeitig mit den offiziellen Datenschutzbeauftragten in Verbindung zu treten, um sicherzustellen dass das zukünftige Produkt den (deutschen) Datenschutzstandards genügt.

Google Launchpad Vorträge

Minimum viable product (MVP) Präsentation von Daan Loening (kinderfee.de)
User Experience (UX) Präsentation von Jacob Greenshpan (www.uxux.co.il)
User Research Präsentation von Manuel Großmann (fuxblau.de)
Technology Präsentation von Jose L Ugia (@Jl_Ugia)
Pitch Präsentation von Bianca Preatorius (@bancia)
User Experience (UX) Präsentation von Fabian Hemmert (@fabianhemmert)
Marketing Präsentation von Frank Fischer (www.cu-0xff.de)
 

Google Launchpad Startups

Appizy – Convert spreadsheets into web-apps in 2 clicks.
Youvo – “I want to change the world! But I’m only good at Photoshop…”
Addsura – Pet insurance.
Simplora – Price comparison for online groceries.
AirMarkr – Draw in the air with a 3D mobile app.
itwiy – An app for cars and drivers.
Roomister – Short term office space.
kaputt.de – Repair your mobile phone.
timply – Personal tipster for your free time.
Skillndeal – Platform for creatives.
Sciencebite – Unlocking scientific know-how to solve technical challenges.
Edkimo – A fun, visual way to get feedback from students.
Uberchord – Personal guitar chord trainer.
ZENchef – It’s about cooking.

Der Gründungswettbewerb Leuphana Business Accelerator ist ein Projekt im Rahmen des EU-Großprojekts Innovations-Inkubator. Edkimo wird am Centre for Digital Cultures / Gamification Lab die Übertragung von spielerischen Ansätzen in Lehr-Lern-Prozesse erforschen und weiterentwickeln. Ziel des EU-Förderprogramms ist es, die Region durch den Transfer von Wissen in die Wirtschaft zu fördern. Der Fokus liegt auf den Bereichen Digitale Medien, Gesundheit, Nachhaltige Energie, Bildung, Wirtschaft und Kultur. Unser Unternehmen wird während der Förderphase 2014/15 in Lüneburg gegründet.

Das Auswahlverfahren

Es gab insgesamt drei Bewerbungsrunden. Unser Projekt war Teil der zweiten Runde. Der jeweils zweistufige Auswahlprozess für das Förderprogramm bestand aus einer schriftlichen Bewerbung in Form eines 8-seitigen Ideenpapiers. Insgesamt wurden auf Grundlage der schriftlichen Einsendungen vier Projekte ausgewählt, um die Idee vor einem Expertengremium vorzustellen. Diese Jury bestand in unserem Falle aus einem Vertreter der Universität, einer Vertreterin der IHK Lüneburg und einem Vertreter vom Landkreises.
Unser Team war mit drei Personen angereist, um die Edkimo-Idee in einem 10-Minuten-Pitch vorzustellen. Außerdem hatten wir für die Bewerbung auch unseren Prototypen fertiggestellt, um den Feedback-Loop live präsentieren zu können. Am Ende wurde Edkimo unter den vier Projekten für die Förderung ausgewählt.

Gründung, Games und ganz viel Gelb

Wir konnten uns anschließend mit den Gründungsberater-Team der Leuphana-Universität bekannt machen. Anschließend schauten wir uns unsere neuen Arbeitsplätze beim Centre for Digital Cultures / Gamification Lab an. Dabei bot sich ein amüsanter Ausblick: die Universität hat sich für dieses (wachsende) Forschungszentrum in die oberste Etage der Lüneburger Post eingemietet. Innen ein sehr spannendes, internationales Team aus Forschern und Game Designern, außen gibt es ganz viel gelb. Lüneburg, wir kommen!
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